Steuerreform-Thema Auto

Worum geht´s?
Die Regierungsvorlage zur aktuellen Steuerreform sieht einige Anpassungen rund um das Thema Auto vor. Dabei kann es allerdings noch zu Änderungen kommen, das Inkrafttreten ist ab 01.01.2016 geplant.

Wer ist betroffen?
Grundsätzlich sind die geplanten Änderungen für verschiedene Personengruppen interessant. Sicher betroffen sind Dienstnehmer mit Firmenwagen Regelungen aufgrund der Sachbezugshöhe, dazu kommen dann alle Unternehmer, die sich mit der Anschaffung von Elektrofahrzeugen auseinandersetzen sowie private Fahrzeugbesitzer, die Ihr Auto ins Ausland verkaufen wollen.

Voraussetzungen und Gültigkeit
Pkw-Sachbezug für Dienstnehmer: Der Sachbezug für die Privatnutzung von Firmenfahrzeugen soll zukünftig ab einem CO2-Ausstoß von voraussichtlich 130 g/km von 1,5 % auf 2 % der Anschaffungskosten erhöht werden. Damit würde sich natürlich auch der maximale Sachbezug in diesem Fall auf EUR 960,00 erhöhen. Bei Kraftfahrzeugen ohne Schadstoffausstoß (0 Gramm CO2-Emissionswert pro Kilometer) wie beispielsweise Elektroautos – (keine Hybridmodelle!) ist hingegen kein Sachbezug anzusetzen. Die Grenze von voraussichtlich 130 g/km wird bis zum Jahr 2020 jährlich schrittweise gesenkt.

Vorsteuerabzug für Elektroauto: Das Recht auf Vorsteuerabzug soll auf bestimmte unternehmerisch genutzte Personenkraftwagen oder Kombinationskraftwagen ohne CO2-Ausstoß (z.B. Elektro-Kraftfahrzeuge) ausgedehnt werden. Der volle Vorsteuerabzug besteht, wenn die Anschaffungskosten EUR 40.000,00 nicht übersteigen. Für jene Pkw, deren Anschaffungskosten überwiegend keine abzugsfähigen Ausgaben darstellen (Anschaffungskosten liegen über EUR 80.000,00), entfällt der Vorsteuerabzug zur Gänze.

NoVA-Rückerstattung für Private: Wird ein Fahrzeug ins Ausland verkauft, ist eine Rückerstattung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) derzeit nur für einen Unternehmer möglich (sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind). Für die Lieferung eines Fahrzeugs ins Ausland von Privatpersonen ist eine Rückvergütung der NoVA nicht vorgesehen. Diese Ungleichbehandlung zwischen Unternehmern und Privaten hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) nun als gleichheitswidrig aufgehoben. Daher kommt es im Zuge der Steuerreform zu einer Neuregelung. Wer sein gebrauchtes Auto als Privater ins Ausland verkauft, kann sich ab 01.01.2016 einen Teil der Abgabe rückerstatten lassen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Die Höhe der Vergütung ist mit dem Betrag der tatsächlich für das Fahrzeug entrichteten NoVA begrenzt.

Wieviel ist das in Euro?
Im Falle des Sachbezug bedeutet die geplante Veränderung eine Erhöhung von maximal EUR 240,–.

Für den möglichen Einsatz von Fahrzeugen ohne Emmissionsaustoß wie Elektroautos kann der dadurch geltend gemachte Vorsteuerabzug einen Steuervorteil von bis zu EUR 8000,– bedeuten.

Beim privaten Verkauf von Fahrzeugen ins Ausland ist die Höhe der Vergütung mit dem Betrag der tatsächlich für das Fahrzeug entrichteten NoVA begrenzt.

Wie komme ich dazu/Was ist zu tun?
Der Sachbezug wird in der Lohnverrechnung berücksichtig – hier gibt es also seitens Dienstnehmer keine notwendigen Schritte einzuleiten. Wichtig ist jedoch darüber informiert zu sein, denn ab Jänner kann diese Änderung unter Umständen bereits auf ihrem Lohnzettel ersichtlich sein!

Bezüglich Vorsteuerabzug bei Elektroautos und NoVA-Vergütung wenden Sie sich bitte an Ihre steuerliche Vertretung.

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