Sachbezug für PKW neu ab 2016

Worum geht´s?
Einmal mehr Steuerreform 2016, im Zuge der vielen Änderungen wurde auch die in unserem Blog 2015/16 vom April bereits ausführlich behandelte Sachbezugswerteverordnung erneuert bzw. abgeändert!

Wer ist betroffen?
Zum Einen natürlich alle Arbeitnehmer, die Anspruch auf ein Dienstfahrzeug haben. Zum Anderen aber der Arbeitgeber ebenso, da sich die Anschaffung eines Firmen-PKW auf die Arbeitnehmer auswirkt und die Entscheidung deshalb unter mehreren Gesichtspunkten getroffen werden sollte.

Voraussetzungen und Gültigkeit
Ganz grundsätzlich erhöht der Gesetzgeber ab dem 01.01.2016 den Druck auf die Unternehmer, in dem für alle Fahrzeuge mit einen Schadstoffausstoß von mehr als 130g/km volle 2% der tatsächlichen Anschaffungskosten als Pkw-Sachbezug anzusetzen sind, und zwar bis maximal EUR 960,00 monatlich. Nur für Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von nicht mehr als 130g/km beträgt der Sachbezug allerdings weiterhin 1,5% der tastsächlichen Anschaffungskosten, und somit also maximal EUR 720,00 monatlich. Da sich diese Sachbezugswerte natürlich direkt auf Ihre steuerliche Bemessungsgrundlage auswirken, trifft Sie diese Änderung als Arbeitnehmer gleichermaßen.

Die CO2 Grenzwerte werden dabei bis zum Jahr 2020 jährlich um 3g gesenkt, das bedeutet konkret

  • für 2017: 127g
  • für 2018: 124g
  • für 2019: 121g und
  • für 2020: 118g

Kein Sachbezug ist hingegen anzusetzen bei Kraftfahrzeugen ohne CO2 Emmissionen (Elektroautos, aber keine Hybridmodelle!)

Wie bisher auch wird es ist es möglich sein, nur den halben Sachbezugswert anzusetzen, wenn das Kraftfahrzeug nachweislich für nicht mehr als 500km monatlich privat genutzt wird (bitte unbedingt Fahrtenbuch führen, Nachweispflicht!).

Bei einem einmaligen Kostenbeitrag des Arbeitnehmers ist der Sachbezugswert nun von den um den Kostenbeitrag geminderten Anschaffungskosten zu berechnen.

Wieviel ist das in Euro?
2% der tatsächlichen Anschaffungskosten – jedoch maximal EUR 960,00 monatlich (Luxustangente)

1,5% der tatsächlichen Anschaffungskosten – jedoch maximal EUR 720,00 monatlich bei Fahrzeugen mit einem CO2-Emissionswert von nicht mehr als 130g/km für das Jahr 2016!

Wie komme ich dazu/Was ist zu tun?
Der Sachbezug wird immer direkt über die Lohnverrechnung berücksichtigt und auf Ihrem Gehaltsnachweis natürlich auch entsprechend ausgewiesen.

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