Kleinunternehmer

Worum geht´s?
Kleinunternehmer sind Unternehmer mit einem Umsatz von höchstens EUR 30.000,00. Als solche sind sie von der Umsatzsteuer unecht steuerbefreit. Das heißt, sie müssen keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, sind aber umgekehrt auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Wer ist betroffen?
Alle Unternehmer die die Umsatzsteuergrenze von 30.000 nicht erreichen und NICHT freiwillig in die Umsatzsteuer optiert haben.

Voraussetzungen und Gültigkeit
Seit 01.01.2017 muss der Unternehmer sein Unternehmen in Österreich betreiben um Kleinunternehmer sein zu können, der Wohnsitz alleine genügt nicht mehr.
Neu ist außerdem, dass für die Berechnung, ob die Umsatzgrenze von EUR 30.000,00 überschritten ist, einige Umsatzarten keine Berücksichtigung mehr finden. Nicht mehr einzuberechnen sind dabei unter anderem:

  • Umsätze aus Heilbehandlungen als Arzt, Zahnarzt, Dentist, Psychotherapeut, Hebamme
  • Umsätze aus der Tätigkeit als Bausparkassen- oder Versicherungsvertreter
  • Umsätze aus sonstigen Leistungen von Zahntechnikern
  • regelmäßige Umsätze von Tagesmüttern (und -vätern) und Pflegeeltern
  • Umsätze von Privatlehrern und Privatschulen

Gleich bleibt hingegen, dass Umsätze aus Hilfsgeschäften und Geschäftsveräußerungen für die Kleinunternehmergrenze ebenfalls außer Ansatz bleiben können.

Wieviel ist das in Euro?
Die Kleinunternehmerin oder der Kleinunternehmer darf für ihre oder seine erbrachten steuerfreien Leistungen keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen und braucht somit auch keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Da es sich um eine unechte Steuerbefreiung handelt, steht allerdings kein Recht auf Vorsteuerabzug zu.

Weist eine Kleinunternehmerin oder ein Kleinunternehmer dennoch die Umsatzsteuer gesondert aus, so schuldet sie/er diesen Steuerbetrag aufgrund dieser Rechnungslegung gegenüber dem Finanzamt, sofern sie/er die Rechnung nicht gegenüber seiner Leistungsempfängerin/seinem Leistungsempfänger berichtigt.

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