Honorargrundsätze

honorargrundsaetze

Die qualifizierten und spezialisierten Tätigkeiten der zur Ausübung eines wirtschaftlichen Berufsberechtigten können infolge ihres komplizierten Charakters nur schwer bewertet werden.
Das gute Einvernehmen zwischen den zur Ausübung Berechtigten und ihren Auftraggebern wird vor allem durch möglichst klare Entgeltvereinbarung sichergestellt.

Das Entgelt für erbrachte Leistungen besteht in der Regel aus folgenden Modellen:

  • Zeitabhängiger Entlohnung oder
  • Pauschalierte Entlohnung plus
  • Nebenkosten und Umsatzsteuer

Zeitabhängige Entlohnung

  • Für Buchhaltungstätigkeiten und
  • Jahresabschlusstätigkeiten je nach Aufwand
  • Kleinste verrechenbare Leistungseinheit beträgt ¼ Stunde
  • Die Wegzeit wird im notwendigen Umfang verrechnet

Pauschalierte Entlohnung

  • Für eine pauschalierte Entlohnung erfolgt vorab eine gemeinsame Bestandsaufnahme der auszuführenden Tätigkeiten zur Ermittlung des voraussichtlichen Umfangs.
  • Darauf basierend erhalten Sie von mir einen Kostenvoranschlag als Diskussionsgrundlage für ein gemeinsames Verständnis der Aufwände.

Nebenkosten und Umsatzsteuer

  • Zu den Nebenkosten zählen auch belegte oder pauschalierte Barauslagen, Fotokopierkosten und ähnliche Nebenkosten.
  • Alle angeführten Preise verstehen sich exkl. Umsatzsteuer

Sonstige Umstände

Für Entgeltzahlungen, die später als 8 Tage nach Fälligkeit geleistet werden, werden Verzugszinsen und Mahngebühren pauschal nach Mahnstufe gestaffelt verrechnet.
Leistungsfreiheit besteht in jedem Fall dann, wenn Zahlungsrückstände bestehen.
Die Verjährung richtet sich nach §1486 ABGB und beginnt mit Ende der Leistung bzw. mit späterer, in angemessener Frist erfolgter Rechnungslegung zu laufen.

Das Ruskin´sche Gesetz

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.

John Ruskin, engl. Sozialreformer 1819-1900